Wenn Gebet an seine Grenzen kommt

Von Gastautor Jason Liesendahl

Vor einiger Zeit habe ich von einem Christen gelesen, der seit Jahren aufgehört hat zu beten. Es hat für ihn einfach keinen Sinn mehr gemacht. Denn seiner Erfahrung nach erhört Gott Gebet nicht.

Ich habe bis dahin nicht so viel drüber nachgedacht. Vielleicht weil es schmerzliche Fragen aufwerfen würde. Vielleicht weil ich die Antworten schon wusste: Ich glaube irgendwie auch nicht mehr so richtig ans Gebet.

Zu viele Geschichte, in denen Gott nicht so gehandelt hat, wie es „richtig“ gewesen wäre. Zu viele Geschichten, in denen Christen platt und unglaubwürdig über Gebetserhörungen gesprochen haben.

Ich gehöre dazu.

Ich kann mit Gebet nichts mehr anfangen.

Das war vor einigen Jahren. Aber Dinge änderten sich. Durch Freunde, weise Theologen und andere gute Vorbilder lernte ich, Dinge anders zu sehen. Hier sind einige der Ideen, die mich geprägt haben. Ich fange mit einem einfachen Bibelvers an, der für mich zusammenfasst, was ich heute über das Gebet glaube:

„Siehe ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand mir auftut, dann werde ich eintreten und das Abendmahl mit ihm zusammen essen.“ Offenbarung 3,20

Hier lerne ich etwas darüber, wie Gott in der Welt wirkt und wie Gebet funktioniert. Dazu drei Punkte:

  1. Gott steht an der Tür
  2. Gott klopft
  3. Jemand öffnet und Gott tritt ein.

Wir lernen hier, dass Gott sich auf die Menschen zu bewegt. Das erstaunliche ist aber, dass er an einer Stelle stoppt. Es gibt eine Grenze, die Gott einhält, er tritt die Tür nicht ein, wenn ihm nicht geöffnet wird. Interessanterweise ist Gebet sehr häufig die Bitte an Gott, die Türe von jemand anderem einzutreten. Wir erleben aber immer wieder, dass Gott vor diesen Türen stoppt. Wir werden mit Horror erfüllt, wenn Gott auch dann vor der Tür eines Menschen stoppt, wenn der sich dahinter schlimme Dinge ausdenkt, beispielsweise ein KZ oder ein anderes Verbrechen.

Warum stoppt Gott? Darüber streiten sich die Theologen. Eine Antwort ist, dass Gott dem Menschen einen freien Willen geben muss, damit es überhaupt eine Schöpfung als Gegenüber geben kann und nicht alles Gott ist. Daher könne Gott diese Türen nicht eintreten, selbst wenn er wollte. (Diese Frage ist tief und man könnte hier noch lange, kontroverse Debatten führen. Das würde aber wieder zu neuen Fragen führen – ich belass es hier einfach dabei). Die Erfahrung zeigt aber in jedem Fall, dass Gott vor Türen stoppt.

Das heißt aber nicht, dass Gott in dieser Welt untätig ist. Gott wirkt in der Welt. Der Vers redet davon, dass Gott klopft. Dieses klopfen ist eine tolle Metapher dafür, wie Gott in der Welt wirkt. Gott macht sich bemerkbar, er lädt den Menschen zu einer Handlung ein, aber er beschneidet nicht die Freiheit des Menschen. Wir erleben das Klopfen Gottes z.B. in Form von der Sehnsucht für das Gute. Gott lockt uns, damit wir uns für Ihn und für das Gute öffnen. Gott schafft also immer wieder Möglichkeiten, die wir wahrnehmen können, um Gutes in der Welt zu schaffen.

An dieser Stelle wird klar, was Gebet eigentlich ist. Es ist eben nicht, Gott dazu zu veranlassen, Türen gegen den Willen des Anderen einzutreten, es ist vielmehr die Reaktion auf das Klopfen Gottes an der eigenen Türe! Gebet ist, wenn ich selber mich Gott öffne.

Das hört sich zunächst so an, als wäre Gebet nur auf mich beschränkt. Weit gefehlt!

Zum einen sollte man bedenken, dass Gott im Gespräch mit jedem Menschen ist. Er klopft an jede Türe des Universums. Dadurch schafft Gott unheimlich viele Möglichkeiten für das Gute. Aber Gott hat es irgendwie so angestellt, dass das Gute nur gewinnt, wenn wir dabei sind. Gott wirkt in der Welt also relational, er sucht nach Partnern. Gott möchte mit der Schöpfung zusammenarbeiten, um das Gute zu schaffen.

Dann sollte man bedenken, dass wir Menschen keine isolierten Wesen sind. Wir sind in dieser Welt verbunden, wir werden beeinflusst, aber wir beeinflussen auch die Dinge um uns herum (schon einmal den Film Butterflyeffekt gesehen?). Die Soziologie fängt gerade erst an herauszufinden, wie diese Zusammenhänge funktionieren. Wenn Gott Zugang zu einem Menschen findet, dann eröffnet das neue Möglichkeiten. Öffne ich mich hier für Gott, dann kann das einen Einfluss auf das haben, was am anderen Ende der Welt passiert. Wir wissen einfach nicht, wo die Grenze dessen liegt, was Gott dann möglich ist. 

14 Kommentare
  1. jhermann opperman says:

    wenn Gott, wie das Glaubensbekenntnis sagt allmächtig ist, kann es, wenn er will, für ihn keine Grtenze und „Türe nicht offenbar“ geben
    Hermann

  2. Günther Kohl says:

    Sehr tief gehende Gedanken!
    Vielen Dank dafür!

    Durch meine Eltern bin ich „mit Gebet“ groß geworden –
    und ich weiß, dass meine Mutter viel und oft für mich gebetet hat…
    Und so halte ich es seit vielen Jahren auch – ich beginne meinen Tag mit Gebet – und bete tagsüber auch, zumindest, wenn ich „daran denke“ – und ich „verabschiede“ mich von „Gott und der Welt“ abends wieder mit Gebet.
    Leider lebe ich aber auch ab und zu im Stress – und dann kann auch schon mal ein Tag „ohne Alles“ durchflutschen, was mir dann hinterher Leid tut – denn ich „will ja“ – aber…

    Zu meinem Glück (?) gehöre ich zu den Menschen, bei denen Gott sehr oft bereits „vor (konkretem) Gebet (für oder gegen etwas)“ Dinge eingeleitet hat, die mich z.B. vor Schaden bewahrt haben. So wurde ich – neben sicher vielen unbemerkten Wohltaten seitens Gottes „bemerkbar“ vor „Unannehmlichkeiten“ bewahrt oder „überlebte“ z.B. eine Reihe von Unfällen – davon einen Totalschaden mit einem VW Käfer an einem Freitag den 13. (was vom Datum her null Bedeutung für mich hat…. aber man schmunzelt doch…) mit geringsten körperlichen „Schäden“ – ich hatte mir bei diesem Unfall den Daumennagel „durch kräftiges festhalten am Lenkrad“ etwas ins Nagelbett gedrückt – oder mich „schoss“ ein unvorsichtiger Autofahrer vom Motorrad – ich flog mehrere Meter weit über das Auto – ohne Blessuren – kein Helm auf, keine Handschuhe an – mit Gummistiefeln an den Füßen! Und, und und.. Ich könnte ein Buch über „Bewahrungen“ schreiben.

    Oder… ich habe für Prüfungen oder Bwewerbungsgespräche genau das gelernt, was geprüft/gefragt wurde…

    Wenn ich „jetzt“ in diesem Zusammenhang über „Gebetserhörung“ mit Bezug auf mich nachdenke, kriege ich vor Dankbarkeit gegenüber Gott „einen Kloß in den Hals“…..

    Die letzte (mir bewusste) Hilfestellung, die für mich „kein Zufall“ (was Atheisten gerne so deuten) war:
    Vor 2 Monaten ergab es sich, dass die elf Jahre alte Batterie meines Audi nach zwei Wochen Standzeit des Autos „schwächelte“ – wir wollten einkaufen fahren – ich hatte also bereits die Handbremse gelöst – Gang raus – und zu starten versucht. „Würg“ – mehr kam nicht.
    Akku platt! Ich vergaß leider „alles Nötige“ in dem Stress und schloss „nur“ das Ladegerät an.
    Es war 13.30 h.

    Am Abend „stand“ mein Auto auf einer Wiese auf dem meinem gegenüber liegenden Grundstück, so dass die Nachbarn gegen 21.000 h klingelten und lachend fragten, ob ich nun immer so mit offener Motorhaube dort auf der Wiese parke!

    Das Auto war rückwärts aus dem Carport, den Hof hinunter, hatte mein Hoftor aufgedrückt, den Zaun des Nachbarn optisch gesehen „zerfetzt“, ist über die Landstraße auf die leicht „bucklige“ Wiese des Nachbarn und dort zum Stehen gekommen.
    Zum Glück genau an dieser Stelle – nur wenig weiter hinten wäre die Wiese nach der anderen Seite „abschüssig“ gewesen – und mit wenig mehr Schwung wäre dann das Gartenhaus der Nachbarn im Weg gewesen – und der „Crash“ hätte zum wirtschaftlichen Totalschaden des Fahrzeugs geführt!

    Erwähnen will ich, dass ich den Nachmittag über im Hof gearbeitet habe – und auch der Enkel meiner Frau im Hof „vor dem Auto“ spielte…
    GOTT sei DANK!, dass das Auto erst am Abend seine Fahrt startete – als auch niemand auf der Straße war!
    Nicht auszudenken, wenn Personen zu Schaden gekommen wären durch meine Schusseligkeit!!!

    … und – noch was zum Schmunzeln: An Nachbars Zaun waren zwar die Querriegel und zwei Pfosten „kurz und klein“ – aber dadurch, dass das Holz der Querriegel relativ morsch war, haben alle Latten überlebt und konnten auf neue Querriegel geschraubt werden – nun hat der Nachbar wieder alle Latten am Zaun – für „nur“ rd. 200 Euro (an meinem alten Hobel von 11 Jahren waren das Rücklicht, zwei Reifen und eine Spurstange für 630 Euro zu reparieren – und ein paar kleine Dellen und Kratzer im Blech – die werden lediglich mit dem Lackstift saniert!! Für „das“, was hätte sein können also glimpflich abgelaufen!

    Mit diesen und vielen anderen Erfahrungen fühle ich mich Gott gegenüber immer wieder beschämt – und dankbar aus tiefstem Herzen.

    Ja, dennoch gibt es auch für mich Erfahrungen, wo „meine Gebete zu Gott“ – „so wie ich es gern gehabt hätte“ (bisher) nicht erfüllt wurden – das ist das Problem des freien Willens – wie Jason Liesendahl richtig schreibt! Gott kommt nur dort hin, wo ER willkommen ist! Oder – die Zeit ist einfach noch nicht reif, für „etwas“.

    Da ich stets in dem Sinn bete: „Lieber Gott Dein Wille geschehe – weil ich weiß, dass DU das BESTE in diesem und in jedem Fall willst!!!“, kann ich damit leben, dass Gott nicht wie ein Kundendienst alle Wünsche sofort erfüllt – selbst wenn mir z.B. „nicht gefällt“, dass die Kinder meiner Frau und meine Tochter seit vielen Jahren bereits „abseits“ von Gott ihr Leben führen und dass alle Bemühungen, sie auf die Wichtigkeit einer „intakten Beziehung“ zu Gott hinzuweisen, bisher nichts wirklich „sichtbares“ ergeben haben…

    Dennoch beten wir weiter, dass Gott unsere Kinder und alle Menschen antreiben möge, zu Jesus zu kommen – und in Anlehnung an Apg. 13:48, Röm. 8: 28; Röm. 9:12; 1. Kor. 1:22;1. Kor. 15: 2 auf seine Weise dafür zu sorgen, dass wir Menschen „an die Reihe“ kommen dürfen oder „berufen zu sein““ – je nach Übersetzung – zum wahren Glauben zu gelangen – damit bei denen Johannes 12:40 nicht eintritt!

    Ich bete also „kindlich naiv“ weiter –
    für Dinge, die ich eben verstehe, wie ich sie verstehe –
    und bitte Gott, mein Gebet so zu deuten, dass das bestmögliche vor IHM daraus werden möge –
    weil ich kleines Menschlein eben nur sehe, was vor Augen ist – und ich es daher Gott überlasse, was ER aus meinem „vordergründig“ guten Wollen macht….

    Aber man weiß ja auch, dass erfüllte Wünsche auch Hypotheken sein können –
    und nicht immer das für einen bringen, was man sich erhofft!

    Daher habe ich zu Gott absolutes Vertrauen, dass er jeweils das Bestmögliche aus meinen Bitten „formt“.
    Gott zum Gruß
    Josef

  3. Marion Adamietz says:

    Ein sehr lesenswerter Beitrag, der lange nachschwingt. Eine Hommage an die persönliche Freiheit, die im Alltag doch immer mehr abhanden kommt. Inmitten von alltäglicher, zur Gewohnheit gewordener Fremd-bestimmung und Zwangsverordnungen ist Gott für uns vielleicht zum ersten Mal gerade daran zu erkennen, dass er der Einzige weit und breit ist, der meine Tür nicht eintritt.

    Ein echter Freund, dem mein JA wichtig ist, mit dem ich keine Diskussionen führen muss, warum ich mich solange nicht gemeldet habe. Keine Zwangsbeglückungen mit „Ich-meine-es-doch-nur-gut-mit-Dir“ , kein Aufrechnen, kein Abrechnen. Bei Gott habe ich keine Vergangenheit – wenn ich die Türe öffne, beginnt das Jetzt neu.

    Im Gebet tritt Gott ein – anders als erwartet – besser als gedacht und beglückender als erhofft – so erlebe
    ich es immer wieder

    Marion Adamietz.

  4. Michael says:

    Ich wünschte, das Gott manchmal meine Tür eintritt! Leider gehöre ich noch zu den Menschen, die Gott um etwas bitten und sich dann die Ohren zuhalten, weil sie Angst vor der Antwort haben 🙁 oder die endlos mit Gott herumdiskutieren, wenn’s nicht so kommt, wie gewünscht.

  5. morningsunshine says:

    Gott weiß, wann er unsere Gebet am besten erfüllen kann. Manchmal sind wir zu ungeduldig und meinen dann, Gott höre uns nicht…doch ich glaube, Gott hört jedes Gebet und reagiert auch auf jedes Gebet.
    Doch der Unterschied ist, er reagiert, wie er will. Er macht, was Gott für uns am Besten findet.
    Manchmal können wir es einfach nicht verstehen oder erst im nachhinein…

  6. Konrad Bollmann says:

    Noch bevor wir beten, hat GOTT uns schon erhört. ER ist zu jeder Zeit u. an jedem Ort nur
    ein Gebet weit von uns entfernt. Und er kennt unser „Herz“, alle unsre Gedanken. IHN können wir nicht täuschen. „Danken kommt vor Loben u. Loben zieht nach oben!“ Gerade
    dazu hat GOTT uns geschaffen, um Gesprächspartner zu haben, also, um zu beten! Auch
    JESUS zog SICH immer wieder in d. Einsamkeit zurück, um zu beten! Bete so, als ob alles von GOTT abhinge u. handle so, als ob alles von Dir abhinge! So kommt GOTT mit uns zum Ziel!

  7. Marion Adamietz says:

    Wenn Gebet an seine Grenzen kommt, sind es niemals Gottes Grenzen, sondern immer meine. Ich bin sicher, dass Gebete immer sofort gehört und erhört werden. Was Zeit braucht ist in aller Regel mein „ich weiß nicht wie das gehen soll“- aus dem Weg zu räumen, um den Weg für Gott freizumachen.

    Eine liebe Freundin, die mich in meiner Grübelecke vorfand, fragte mich, „was machst Du?“ und ich antwortete „ich bitte Gott, mein Problem zu lösen“. Sie sah mich scharf an und sagte „Nein, du versuchst
    es selbst zu lösen!“

    Gott ist höflich, er läßt uns jeden Spielraum, es doch noch einmal allein zu versuchen, zu erdenken.
    Solange wir versuchen mitzumachen, bleibt es begrenzt. Wenn wir es wirklich Gott überlassen, wirklich
    loslassen, es uns wirklich „egal“ ist, entfalten sich grenzenlose Lösungsmöglichkeiten, die ein mensch-
    licher Kopf sich nicht ausdenken kann. Das habe ich unzählige Male selbst erlebt.

    Wird mein Gebet nicht erhört, stehe ich im Weg.

    Marion Adamietz

    • Rolf Krüger ☕️ (@rolfkrueger) says:

      Das heißt, wenn ich um gutes Wetter morgen bete, dann wird dieses Gebet auf jeden Fall erhört, nur ich bin es nicht, der das gute Wetter erkennt?

      Im Ernst: Ich finde diese Haltung schon reichlich ich-bezogen. Meinst du wirklich, Gott erhört alle Gebete – und auch noch sofort? Gibst du die „Schuld“ für eine fehlende Antwort dann wirklich demjenigen, dessen Gebet nicht erhört wurde?

      • bea says:

        Danke. Ich denke auch, dass diese antworten recht flach sind. Ist wahrer glaube an einen wahren Gott nicht so, dass man sichtbares und verständliches erwarten darf?

  8. Günther Kohl says:

    Grüß Dich, Marion,
    tja, es mag Dir (hin und wieder) so „erscheinen“,
    dass „Du Dir“ hinsichtlich der einen oder anderen Gebetserhörung im Weg stehst…

    Aber hast du mal darüber nachgedacht,
    dass letztlich doch am Besten immer Gott entscheidet,
    weil wir ja bitten sollen –
    wie im „Vater Unser“ von Jesus vorgeschlagen –
    „Dein Wille geschehe“!

    Wie Jesus am Karfreitag auch gebeten hat: „Nicht mein Wille, sondern DEIN Wille geschehe!“

    Ich würde das nie „so“ sehen wollen,
    dass ich mit meiner Unvollkommenheit im Glauben
    meiner Bitte um Erfüllung eines Herzensanliegens im Wege stehe,
    weil ich – wie beispielhaft berichtet – bereits sehr sehr viele Hilfen durch Gott erhalten habe –
    selbst wenn ich bei „eiligen Dingen“ wie Unfallbewahrungen
    keine Zeit zum beten hatte – so schnell war alles abgelaufen –

    ich halte es mit dem Scherz „Der Mensch dachte – und Gott lachte…“ –
    allerdings lieber in der anderen Form
    „Der Mensch denkt – und Gott lenkt!“

    Und das voller Vertrauen in IHN,
    der IMMER besser weiß,
    was „Jetzt“ in „meiner Angelegenheit“ wirklich vor IHM GUT ist…

    Im AT heißt es: Bei Allem, was ihr tut, bedenket das Ende!“ –
    aber das kann ich oft gar nicht,
    ohne Gott da mit einzubeziehen…

    Woher soll ´ích´ kleiner oberflächlicher Denker wissen,
    was bei Erfüllung meiner Vorstellungen letztlich „heraus“ kommt?

    Ich kann ja durchaus aus meiner Sicht den besten Willen haben –
    aber Gott blickt immer weiter!!!!
    Er weiß, was aus der Erfüllung meiner Wuschvorstellungen sich ergibt –
    ob die Folgen für den Betroffenen oder Andere auch vor IHM GUT sind!

    Wir „weisen“ mit unserem Gebet Gott auf etwas hin,
    das uns „am Herzen liegt“.

    Sofern Gottes Wollen von unserm vorgetragenen Wunsch nicht beeinträchtigt wird,
    habe ich oft erlebt, dass Gott Gebetserhörung geschenkt hat.

    Sofern Gott „meinen“ Willen nicht als den seinen umsetzt,
    „kann“ ich davon ausgehen, dass Gott BESSERES bewirken will,
    als ich es mit meinem Gebet gewollt habe!

    Und hier fängt nun das Vertrauen zu Gott an –
    einfach als sein Kind anzunehmen,
    dass ER das BESTE auch in dieser Angelegenheit will!

    Auch dann, wenn SEIN nicht mein Wille ist!

    Liebe Grüße

  9. Marion Adamietz says:

    Wenn das eigene Gebet an die Grenzen kommt, ist es Zeit, sein Anliegen bei Amen!de einzubringen und sich von der grenzensprengenden Mitmenschlichkeit, Anteilnahme und Gebetskraft der Vielen umarmen zu lassen.

    Und Gott beginnt mit Dir zu sprechen, mit verschiedenen Namen, ganz normal, von Ich zu Du. Mit
    Bibelzitaten – auf einmal verständlich – mitten in die Seele.

    Getragen von den großen Herzen der stillen Beter setzt eine Veränderung von so umfassender Achtsamkeit und Erneuerung ein, wie kein noch so kluger Kopf es sich hätte wünschen oder ausdenken können.

    Niemand der Amen!de verläßt, ist der selbe wie zuvor. Die Herzenskraft dieser betenden Menschen und
    der Organisatoren im Hintergrund lässt ganz sicher niemanden unberührt.

    Marion Adamietz

  10. Günther Kohl says:

    Mich freut, dass ich auch als immer noch reichlich unperfektes Menschlein das Gefühl haben darf, dass Gott meine gut gemeinten Bitten für Andere nicht nur hört – sondern oft erfüllt…
    Das erfüllt mcih mit tiefer Dankbarkeit –
    und das lässt mir insbesondere das Beten für Andere
    als sehr wichtige Tätigkeit erscheinen!

  11. Rosemarie NOLL says:

    Ich glaube mittlerweile, dass wir Gott nur um Kraft bitten können, um Schmerz besser zu ertragen. Er läßt sich von seiner Entscheidung nicht abbringen und wenn noch so viele um etwas beten. Er weiß, was am Besten für jeden von uns ist, schon bevor wir beten.
    Rosemarie

  12. Christina says:

    Ich habe auch lange gelitten, immer wieder hatte ich mal gute Phasen, dann hatte ich auch wieder schlimme Phasen. Ich bin zwar in Gottesdienste gegangen und habe auch da was Heilendes gespürt, aber mehr habe ich auch nicht gemacht. Ich hatte aber als Kind viele Gefühle verdrängt, damit ich das Leid meiner Mutter nicht noch mehr verschlimmere, da sie viel seelisches Leid zu tragen hatte. Ich habe es auf mich genommen und die schwere Last getragen. Später habe ich gelernt, die Gefühle zuzulassen, es kamen so viele negative
    schlimme Gedanken und Gefühle hoch, die ich erst mal verarbeiten mußte, mir wurde bewußt was ich als Kind verdrängt hatte, was schmerzlich war, enttäuschend war, verletzend war, traurig war und was mir
    Angst machte. Aber dadurch war ich später leider noch nicht geheilt, ich hatte dadurch Wunden und eine starke Empindsamkeit, das ich vieles auch was nicht so schlimm war, schlecht aushielt. Dann kamen immer wieder
    diese Depressionen und schlimme seelische Zustände. Ich war so am Boden. Dann erzählte mir eine Christin ich sollte jeden Tag mehrmals Bibel lesen und viel beten und in Gottesdienste gehen. Ich machte das dann auch, meine Zustände wurden besser und ich habe weiterhin regelmäßig gebetet und Bibel gelesen,
    mir ging es immer besser, und jetzt geht es mir gut. Man muß etwas Geduld haben, bis es einem gut geht, oder bis man sich zufrieden fühlt. Durch das Bibellesen und Beten baut Gott ein Gerüst in uns auf, da wird uns immer mehr göttliches Licht, Liebe, Frieden, Heilung und Schutz zugeführt. Wir bekommen dadurch immer mehr Halt und Sicherheit und Schutz und Gott führt uns auch dadurch den Heiligen Geist zu
    damit wir positiver Denken können und uns unangenehme oder ärgerliche Situationen nicht mehr so runterziehen. Durch das Beten auch vor bestimmen Situationen, bekommt man Schutz, das kein Disaster passiert und alles gut läuft.
    Manchmal müssen wir auch was aushalten und leiden und dann durch dieses Leid hindurch zu Gott kommen,
    das gibt uns auch Kraft und Stärke und Durchhaltevermögen und Andere die dann dasselbe durchmachen,
    müssen, überwinden dies schneller und kommen schneller zu Gott. Wir Menschen haben ein kollektives
    Bewußtsein. Es hat Sinn warum wir zu Gott beten sollen und Bibel lesen sollen, ich denke er wird uns das bald mitteilen.
    Joyce Meyer schreibt:“ Es ist wichtig, die Bibel intensiv zu lesen, weil wir so unsere Beziehung zum Herrn vertiefen können. Ganz gleich wie unsere Lebensziele auch aussehen mögen, eine persönliche und enge Beziehung zu ihm ermöglicht uns ein Leben voller Liebe, Frieden, Freude und Zuversicht – Dinge nach denen wir uns alle sehnen“. Das kann ich bestätigen, man erkennt und lernt Gottvater und Jesus Christus dadurch kennen, entweder nimmt man telepathisch was von Gottvater oder Jesus auf oder durch Intuition, die Beziehung verstärkt sich, ich frage öfters Gottvater, wenn ich manchmal nicht weiß, wie ich handeln soll, er hilft mir da und führt es mir zu.
    Christina

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