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Das Amen.de-Freischaltteam hat sich getroffen

Wusstest ihr eigentlich, dass inzwischen ein Team aus sechs Leuten regelmäßig die Einträge bei amen.de frei schaltet? Tag & Nacht, unter der Woche und am Wochenende? Und dass die durchschnittliche Reaktionszeit (im 24h-Durchschnitt) für Anliegen nur 80 Minuten beträgt, für Updates und Ermutigungen 120 Minuten?

Gestern hat sich dieses Team persönlich getroffen: Vilma, Tine, Wiebke, Mirjam, Fabian und Micha. Wobei „persönlich“ in digitalen Zeiten heißt: Vier bei uns im Büro und zwei per Videokonferenz dazu geschaltet. Denn das Team ist über ganz Deutschland verteilt.

Wir haben uns intensiv über unsere Aufgaben ausgetauscht und untereinander abgestimmt. Wie stellen wir möglichst einheitliche Entscheidungen sicher? Wo ist die Grenze zwischen einem Wunsch und einem Ratschlag? Und wann ist ein Ratschlag doch angemessen, ohne eine eventuell problematische Ferndiagnose zu sein?  Was machen wir, wenn jemand fast jeden Tag ein Anliegen postet? Wie können wir das Interface zur Freischaltung verbessern, damit wir unsere Arbeit noch zügiger erledigen können und dabei eine möglichst hohe Qualität erreichen? Auch Freischalter sind nur Menschen.

Es war ein gutes Treffen und wir sind sehr dankbar für dieses ausgeschlafene Team, das wirklich eine anspruchsvolle Aufgabe hat: Denn die wenigsten Entscheidungen kann man anhand einer Checkliste fällen. Es ist viel Bauch- und Fingerspitzengefühl gefragt. Schließlich wollen wir keine Beter entmutigen, indem wir einen Beitrag nicht freischalten. Doch ihr glaubt gar nicht, welche „Ermutigungen“ uns manchmal erreichen.

Ein Beispiel: Da schreibt jemand davon, dass sie Gott nicht glauben kann, wertvoll zu sein. Sie wisse, dass sie sich damit selbst anlügt, aber ihr falle es eben schwer, es zu glauben. Eine „Ermutigung“ darauf fing mit den Worten an: „Was redest du da für dummes Zeug?“. Ein anderer Fall: Eine Frau schreibt, sie sei in einen unglücklich verheirateten Mann verliebt und er in sie und sie bäten um Weisheit. Reaktion eines Beters: „Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde“.

Um solche „Ermutigungen“ herauszufischen und den Betern zu signalisieren, dass eine Verurteilung von Menschen der falsche Weg ist – dafür engagiert sich das Freischaltungs-Team. Die Beispiele sind Extreme – aber sie zeigen vielleicht, weshalb es eine wichtige Sache ist, dass bei amen.de die Einträge freigeschaltet werden, bevor sie über die Plattform laufen. Einige Beter haben wir damit schon frustriert – und das tut uns sehr Leid. Vor allem, wenn eine Ablehnung vielleicht mal vor allem eine Sache des Geschmacks war. Wir hoffen, dass das nicht häufig vorkommt. Insgesamt haben wir bei sehr wenigen Ermutigungen Nachfragen – unter 1,5%. Hingegen müssen wir leider 13% aller Anliegen ablehnen – weil sie völlig unverständlich sind oder klar nicht ernst gemeint sind („Ich habe Fischstäbchen gegessen, komme ich jetzt in die Hölle?“).

Keine leichte Aufgabe für das Team. Wir würden uns freuen, wenn Ihr für die Teammitglieder betet – um Weisheit, das richtige Fingerspitzengefühl und immer die richtigen Worte! 🙂

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